Kfz Daten
Die Geschichte der Marke Dodge beginnt im Jahr 1903 als die Gebrüder John und Horace Dodge auf Henry Ford treffen. Zuvor betreiben die beiden Brüder eine Firma, die Fahrräder und diverse Fahrzeugteile für Oldsmobile herstellt. Doch die Begegnung mir Henry Ford macht sie zum Generallieferanten desjenigen Autoherstellers, der mit seinem "Model T" ganz Amerika motorisieren möchte. Fords Erfolgskurs macht Dodge zum größten Autozulieferer der Welt. Zumindest bis 1914, denn dann überwerfen sich die Dodge-Brüder mit Henry Ford und beginnen ihre eigenen Fahrzeuge zu konstruieren.
Noch im selben Jahr rollt das erste Dodge-Modell aus der Fabrik in Hamtrack, einem Vorort von Detroit. 795 Dollar kostet die so genannte "Old Betsey", ein nur in schwarz erhältlicher, schlicht gehaltener Fünfsitzer mit Faltdach, elektrischer Beleuchtung und Ledersitzen. Als erste Werbekampagne setzt Dogde auf die Themen Stabilität und Zuverlässigkeit. Um die Sicherheit und Robustheit zu demonstrieren, setzt John Dodge auch schon einmal eine Old Betsey mit Tempo 30 gegen eine Mauer. Solche Aktionen gefallen dem amerikanischen Publikum und bereits 1920 ist Dodge mit 141.000 verkauften Fahrzeugen der zweitgrößte Kfz-Hersteller der USA. Doch mit dem Tod der beiden Firmengründer binnen zwölf Monaten beginnt der Kurs des Unternehmens zu schlingern.
Trotz technischer Innovationen, wie z.B. der ersten Ganzstahlkarosserie 1922, hat Dodge mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen.1925 geht die Firma zunächst nach dem größten Finanz-Deal der damaligen Geschichte an die Dillon and Read Company und wird 1925 schließlich von Walter Chrysler gekauft. Bedingt durch die Große Depression muss Dogde drastisch einsparen.
Doch mit der Einführung effizienterer Herstellungstechniken und insbesondere mit der Produktion von Nutzfahrzeugen überlebt Dodge diese schwierigen Zeiten. Mit dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg muss sich der Hersteller an der Kriegsproduktion beteiligen. Neben Militärtrucks und Einzelteilen wird Dodge in dieser Zeit als Produzent der Motoren für die B52-Bomber berühmt.
Die 50er gehen natürlich als das Jahrzehnt der Heckflossen in die amerikanische Automobilgeschichte ein. Auch Dogde beteiligt sich am Rennen um die größten Heckflossen und verbaut diese auch in ihren Sweptside 100 Pickup Truck. Doch es ist auch die beginnende Zeit der Babyboomer und Dodge setzt nebenbei auch auf geräumige Familienautos, wie den Regent und Mayfair. Ab Mitte der 60er beginnt dann die Ära der Muscle Cars, die auch bis in die 70er anhält. Zu den bekanntesten Modellen zählt neben dem Ford Mustang der legendäre Dodge Charger. "Breiter" und "flacher" lautet die Devise bis aufgrund der Ölkrise auch bei Dodge ein Umdenken einsetzt und nun auch praktische Kleinwagen (Colt und Omni) in sein Repertoire mit aufnimmt. Wie es so kommen muss, stehen die 80er wieder für größere Fahrzeuge. Bei Dodge lautet die Devise Raumangebot und Komfort. Neben großen Familienwagen sind es vor allem die Pick-Ups, die einen reißenden Absatz finden und damit über die 80er hinweg das amerikanische Straßenbild prägen. In den 90er Jahren nimmt Dogde auch einen richtigen Sportwagen in sein Programm auf. Die 1992 eingeführte Viper mit 408 PS ist für einen Roadster überraschend sparsam. Mit einem Verbrauch von 11,2 Litern auf 100 Kilometer hält die Viper auch die US-Verbrauchsrichtlinie ein.
Der zum Chrysler-Konzern gehörende Hersteller macht heute immer noch sein Hauptgeschäft mit Pickup-Trucks, Sportwagen und großräumigen SUVs. Der bisher einzige in Europa eingeführte Wagen ist die Viper. Derzeit plant man bei Dodge jedoch einen größeren Einstieg in den europäischen Markt. Hier möchte man insbesondere das preisgünstige Marktsegment bedienen.