Kfz Daten
Gegründet am 24. September 1948, gehört Honda heute zweifelsohne zu den bedeutendsten Automobil- und Motorradherstellern Asiens. In seiner fast 60-jährigen Geschichte war Honda immer unabhängig: Das Unternehmen war in den Jahren der Restrukturierung des internationalen Auto- und Motorradmarktes erfolgreich und hat es geschafft nicht mit anderen Unternehmen fusionieren zu müssen.
Der heutige Multi-Millionen Konzern wurde nach seinem Gründer benannt. Geboren am 17.11. 1906 in dem kleinen Dorf Koryo in Zentral-Japan, begeisterte sich Soichiro Honda schon als kleines Kind für Technik. 1922 zog Soichiro-San nach Tokyo, wo er Aushilfe in einem Autoreparaturbetrieb der Kette Arto Shokai wurde. Für seine Leistung wurde er damals mit bescheidenen 1,25 Dollar pro Monat entlohnt.
Das große Erdbeben im September 1923 zerstörte die Werke der Arto Shokai und der junge Soichiro blieb arbeitslos. Im Jahr 1925 konnte der junge Mann endlich seinen Traum erleben: Er wurde Rennfahrer. Sein Auto wurde von einem von Honda selbst gebauten Motor betrieben.
1928 eröffnete er in Hamamatsu, nahe Komyo, seine eigene Arto-Shokai-Filiale. Das Geschäft lief so gut, dass er sechs Jahre später die Tokai Seiki Company gründete, um Kolbenringe herzustellen. Das Unternehmen hatte anfangs keinen großen Erfolg - erst 1935 hielt er seinen ersten standfesten Kolbenring in den Händen. Honda gab aber nicht auf.
1945 gelang es ihm die Kolbenringe-Manufaktur dem Toyota-Konzern zu verkaufen, damit er nur ein Jahr später die Honda Technical Research Laboratories gründen zu können, in denen er winzige Mikuni-Motoren in Fahrrädern einbaute. Die billigen Geräte werden ihm am Anfang aus der Hand gerissen, doch der Vorrat an Mikunis war bald verbraucht und Honda sah sich wieder auf der Suche nach einem neuen Geschäft.
Am 24. September 1948 gründete er zusammen mit Takeo Fujisawa die Honda Motor Company mit einem Startkapital von ungefähr 1.000€. Im selben Jahr konstruierte er das Motorrad Typ B mit 90 cm³, das sofort zur Basis für Motoren aller Art wurde. Es folgten der Dream D mit 3 PS und 1951 der Dream E als Viertakter. Das neue Modell bot für die damaligen Zeiten unschlagbare 72 km/h, 146 cm³ und drei oben liegende Ventile. Honda baute am Tag 130 Stück davon und wurde somit zum Monopolisten in Japan.
1958 präsentierte Saichiro-San sein erstes großes Erfolgsmodell, die Honda Cub C100, die dem Unternehmen zum internationalen Durchbruch verhalf. So konnte Honda 1959 ihre erste Niederlassung in den USA und 1961 die erste in Deutschland gründen.
1962 präsentierte Honda die ersten Autos – den S 360 als Kompakt-Limousine und den Lastwagen T360. Ein Jahr später erschien der kleine Sportwagen S500 - das erste in Großserienproduktion hergestellte Automobil von Honda.
Drei Jahre später beginnt eine andere Geschichte von Honda, die die Marke fast zu einer Legende macht – die Geschichte von Honda Racing F1. Bereits 1964 konstruierte Honda einen Formel-1-Boliden, aber erst 1965 gewinnt sein F-1 einen Grand Prix – den in Mexiko. Dieses Jahr gilt auch offiziell als der Anfang der Honda-Ära in den Formel-1-Rennen. Am nächsten Jahr ist der Legenden-Status gesichert: In allen fünf Klassen fahren die Weltmeister eine Honda-Maschine.
1967 verließ der alte Honda den Vorstand seines Unternehmens, behielt aber weiterhin eine aktive Rolle in der technischen Betreuung der neuen Modelle, wie etwa des 1975 erschienenen GL 1000 Gold Wing.
Technische Innovation prägten die 70er und 80er Jahre in der Unternehmensgeschichte. 1981 baute Honda das erste Navigationssystem einem Pkw aus der Großserienproduktion ein und 1982 wurde der neue Accord vorgestellt, der schnell den internationalen Durchbruch schafft.
1991 starb Soichiro Honda. Für viele Japaner zählt er zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts – sein Konzern beschäftigt mehr als 90.000 Mitarbeiter in 95 Werkstätten weltweit. Jährlich verlassen seine Werke 5,5 Millionen Motorrädern, 2,3 Millionen Autos und 3 Mio. weitere Produkte.
Für viele Automobilfans ist das Bild von Honda durch die Aktivitäten der Marke im Motorsport und Formel 1 geprägt. Ende der 1980er und Anfang der 1990er dominierte Honda mit seinen Motoren die Formel 1 und gewann sechs Weltmeisterschaften. Nelson Piquet, Nigel Mansell, Alain Prost und natürlich Ayrton Sena gehören zum legendären Honda-Team aus den Erfolgsjahren. Dieses Team gewann in der letzten Turbosaison der Formel 1 im Jahr 1988 sensationelle 15 von insgesamt 16 Rennen. Ayrton Sena hat sogar selbst bei der Entwicklung des preisgekrönten Modells Honda NSX – das erste Vollaluminiumauto der Welt - mitgemacht. Von 1986 bis 1991 wird Honda sechs Mal den Formel-1-Konstrukteurtitel verliehen.
Ihre letzten zwei F-1 Titel gewann das Honda-Team 1996 mit Ligier in Monte Carlo und 1998 mit Jordan in Spa.
Eine makellose Technik ist nichts ohne einen guten Motto. Das wissen alle erfolgreichen Fahrzeughersteller der Welt. 1958 kam Soichiro-San auf den Werbespruch: ” Die nettesten Leute triffst du auf einer Honda!“ und er blieb seitdem als der erfolgreiche Slogan des Konzerns, der seine erfolgreiche Geschichte markierte. Auch in den letzten Jahren hat Honda weniger als die meisten Hersteller unter der anhaltenden Rezession auf dem Automarkt gelitten. Im Vergleich zu 2005 wurden im letzten Jahr 5 Prozent mehr Neuzulassungen gemeldet. Der Marktanteil in Deutschland stieg dadurch von 1,1 auf 1,2 % und liegt damit auf dem Niveau von Volvo und Mitsubishi.
Komfort, technische Perfektion und attraktives Design verlocken die Kunden von Honda. Das Zweiliter-Benzin Modell von Accord hat zwei oben liegende Nockenwellen und eine variable Ventilsteuerung. Seine 155 PS beschleunigen den 1,4-Tonen schweren Accord in 8,9 Sekunden auf Tempo 100. Das Modell ist aber auch ein Spartalent: Den Verbrauch berechnen die Ingenieure von Honda auf 7,8 Liter pro 100 km. Am Cockpit des neuen Modells fallen sofort die elektrochromatisch leuchtenden Instrumente. Das Lenkrad bietet Tasten für die Fernsteuerung des Audio-Systems, der Fenster, der Klimaanlage und mehr. Die Materialien sind angenehm anzufassen und die Ledersitze in der Luxus-Edition gewähren angesichts der geringen Karosserieneigung in der Kurve ausreichend Seitenhalt. Die Spezialisten wissen aber insbesondere das Fahrwerk des neuen Accords als Highlight zu schätzen. Besonders in Kurven erweist es sich als ungewöhnlich wankstabil. Dadurch kann man viel sportlicher durch enge Kurven fegen.