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Die Marke ISUZU zählt zu den traditionsreichen Autoherstellern Japans und seit den 90ern Jahren zweifelsohne zu den erfolgreichsten Herstellern von Diesel-Motoren weltweit. Die Liste der eigenständig entwickelten Modelle ist allerdings kurz und außerhalb Japans bleibt das Unternehmen vor allem als Hersteller von Nischenfahrzeugen wie Geländewagen oder Pick-Ups bekannt.
Das Unternehmen trägt den Namen eines großen japanischen Flusses. Ursprünglich im Schiffsbau beheimatet, blickt ISUZU heute auf fast 100 Jahre Erfahrung im Motorenbau zurück.
1916 wurden die ersten Pläne zur Entwicklung von Automobilen entwickelt, damals immer noch unter dem Namen Tokyo Ischikawajima Shipbuilding & Engineering Co., Ltd.
Erst 1934 tauchte auch der Name ISUZU auf – getragen wurde er von einem Truck, der auf den Vorgaben des japanischen Ministeriums für Handel und Industrie entwickelt wurde.
Mit einem Startkapital von 1 Mio. Yen wurde 1937 die Tokyo Automobile Industries Co., Ltd. gegründet, die 1949 in ISUZU Motors Ltd. umbenannt wurde. Gleichzeitig entwickelte sich in Japan wie im Rest der Welt eine verstärkte Nachfrage nach leichten bis mittelschweren Nutzfahrzeugen, auf denen das Unternehmen immer mit wegweisenden Produktentwicklungen reagierte. Die Verkaufszahlen stiegen rapide und bestätigten somit den technologischen Vorsprung, den der Hersteller bis heute behauptet.
1959 brachte ISUZU den ersten Elf-Truck mit einer Kapazität von 2 Tonen Nutzlast auf den Markt. Der Truck etablierte sich schnell als Marktführer in seinem Segment und blieb fast konkurrenzlos auf dem japanischen Markt bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts.
1971 beteiligte sich der US-amerikanische Automobilhersteller General Motors an ISUZU, was den Anfang einer langjährigen Zusammenarbeit darstellte. Das erste Modell von Isuzu, das durch diese Zusammenarbeit entstand, war der ISUZU Gemini. General Motors verbietet allerdingsdem japanischen Hersteller, konkurrierende Fahrzeuge auf den Stammmärkten des amerikanischen Konzerns anzubieten. Dieser Schritt verhinderte die weitere internationale Ausdehnung des Unternehmens.
1989 erfolgte die Gründung von ISUZU – General Motors Australia Ltd., was als der erste große Durchbruch auf dem internationalen Markt in der Unternehmensgeschichte gilt.
1993 wurde die berühmte N-Serie von ISUZU eingeführt. Die Modelle der Produktionslinie begeisterten Kunden und Presse und wurden schnell zu Verkaufsrenner. Im Jahr 2003 erreichte die Verkaufszahl der mit Erdgas betriebenen Modelle der N-Serie im Segment der leichten Nutzfahrzeuge in Japan die 5.000-Marke.
Im Jahr 2000 schaffte ISUZU einen großen Durchbruch – ein Tochterunternehmen des japanischen Konzerns – die DMAX Ltd. - startete in den USA mit der Produktion von Dieselmotoren. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und 2001 wurde der Duramax 6000 von Ward's Communication unter die besten zehn Motoren der Welt gewählt.
Darüber hinaus ist der Name ISUZU auch in der Unternehmensgeschichte eines anderen großen Fahrzeugherstellers eingetragen. Bis zur Einführung der modernen Produktionstechnologie von Diesel-Motoren bei Opel stammten die in Opel-Fahrzeugen verbauten Diesel-Motoren zum Teil von ISUZU.
Die Geschichte von ISUZU Deutschland beginnt im Jahr 1997, als ISUZU MOTORS Germany, 100-prozentige Tochter der ISUZU MOTORS Europe Ltd., gegründet wurde. Seit 2007 werden die Anteile an ISUZU MOTOTRS Germany GmbH mit 94,4% von ISUZU Motors Ltd. in Japan und mit 5,1 % von ISUZU Motors Europe Ltd. in England gehalten.
Die Zukunft des japanischen Automobilherstellers ist mit Sicherheit durch bahnbrechende technische Revolutionen geprägt. Ab 2010 wollen Toyota und ISUZU gemeinsam einen Pkw mit Diesel-Elektro-Hybridantrieb auf den Markt bringen. Dabei stellt Toyota seine Kompetenz in Benzin-Elektro-Hybridfahrzeugen zur Verfügung und ISUZU gilt als Dieselmotoren-Spezialist.
Bis dahin bleibt ISUZU vor allem mit SUV-Modellen und Trucks auf dem Auto-Markt präsent. In Deutschland vermarktet der Hersteller zum jetzigen Zeitpunkt nur das populäre Modell Trooper. Der Trooper ist ein großer Geländewagen mit einem starken V6-Benzin-Motor. Die Höhe von 1,80 verschafft eine breite Aussicht aus dem Fahrersitz und Platzprobleme gibt es höchstens beim Einparken – immerhin müssen 4,80 Meter robuste Technik bei einem Wendekreis von 12,40m in meist zu kleine Lücken mit Geschick und Mühe gebracht werden. Der V6-Motor bietet aus dem 3,5-Liter-Hubraum bemerkenswerte 215 PS. 310 Nm gibt es schon bei 3.000 Umdrehungen – damit ist es fast egal welcher Gang zum Anfahren eingelegt hat. Der Riese erreicht Tempo 100 in 11,8 Sekunden, was für seine Klasse fast unschlagbar ist. Ein großer Vorteil des Troopers ist, dass er auch mit Flüssiggas betrieben werden kann: Einfach die kleine Taste im Armaturenbrett drücken und schon schaltet der Trooper auf den alternativen Stoff um. Der Sparvorteil macht sich gleich bemerkbar: Im direkten Vergleich spart Flüssiggas wegen der günstigen Treibstoffkosten je 100 km gut 3 Euro. Vom angeblichen Leistungsverlust bei Flüssiggasbetrieb ist in der Praxis nur wenig zu merken, der Verbrennungsgeräusch fällt sogar im Vergleich zum Benzinbetrieb weicher auf.