Kfz Daten
Eine Marke dominiert seit Jahrzehnten den Markt für Allradler und hat sich als Synonym für hohe Qualität, innovative Technik und optimale Performance durchgesetzt. Seit mehr als 50 Jahren gilt Land Rover als einer der führenden Spezialisten im Segment der Nutzfahrzeuge.
Die Geschichte der Marke geht bis ins Jahr 1948 zurück. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg kämpft der britische Automobilhersteller Rover ums Überleben. Die bisher produzierten Luxus-Limousinen kann sich in den Zeiten der tiefer Finanzkrisen niemand mehr leisten. Der geschäftsführende Direktor Spencer Bernau Wilks und sein Bruder, der technische Direktor des Unternehmens, Maurice Wilks, erkennen, dass auf dem Markt ein akuter Bedarf an Nutzfahrzeugen besteht. Sie kommen auf die Idee, ein Auto nach dem Vorbild des Jeep zu bauen. Es soll gleichzeitig leicht und robust sein und mit seinem Allradantrieb sowohl für die Bauer im eigenen Land, als auch für den Export geeignet sein.
1947 gibt der Rover-Vorstand grünes Licht für das Projekt ”Land-Rover." Gleich danach werden auch die ersten Prototypen entwickelt. Diese basieren auf zwei alten Jeeps aus dem Armeebestand. Das Chassis ist als Leiterrahmen gebaut und die einzelnen Teile sind jeweils aus vier Blechstreifen zusammengeschweißt.
1948 ist das Jahr der Land Rover-Premiere, die auf der Amsterdamer Motor Show stattfindet. Der Wagen ist eine Sensation: ein überaus belastbares Chassis, eine rostfreie Aluminiumkarosserie und ein 1.6-Liter Rover-Motor ziehen die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit an.
Die Marke setzt sich schnell auf dem internationalen Markt gleich mit dieser ersten Linie Baureihe, Serie I genannt, durch.
Die stark modifizierte zweite Modelllinie wird 1958 präsentiert und trägt den Namen Serie II. 1971 erscheint auch die ”Serie III." Obwohl sich die drei Modelllinien technisch stark voneinander unterscheiden, besitzen sie alle den typischen Land Rover-Look: kantige Formen, zurückgesetzter Kühler-Grill, runde Lampen.
In den 80ern muss der Hersteller mit der stark anwachsenden Konkurrenz aus Asien kämpfen. Die Modelle Nissan Patrol und Toyota Land Cruiser erobern einen großen Marktanteil. Als Antwort darauf, präsentiert Land Rover 1984 das Luxus-Modell Land Rover 110, der später als Range Rover vermarktet wird. Mit ihm gelingt es der Marke, ihre Position auf dem Weltmarkt zu stärken.
Ende der 1980er unternimmt der Hersteller eine Modell-Offensive, mit der er die führenden Positionen der japanischen Markenattackieren will. So entstehen in kürzester Zeit die Modell-Reihen Discovery (1989) und anschließend Defender, mit denen sich der Hersteller wieder an die Spitze des Marktes setzt.
1997 ist das Jahr des Freelander-Debüts, mit dem Land Rover neue Maßstäbe in der technischen Ausführung der Allrad-Fahrzeuge setzt.
Zum jetzigen Zeitpunkt gehört die Marke Land Rover zum Ford-Konzern, nachdem sich die Firma für kurze Zeit im Besitz von BMW befand.
Hochbetrieb bei Land Rover: Noch nie gab es beim britischen Hersteller soviel Neues in so kurzer Zeit. Mit dem neuen Range Rover Sport wurde die Palette nun auf fünf Baureihen ausgebaut.
Als ein glänzender Höhepunkt im Angebot gilt das noch taufrische Mittelklassemodell Discovery. Bei diesem verdienen die ausgewogenen Fahreigenschaften besonderes Lob, denn ab sofort gibt hier zeitgemäße Technik den Ton an. Die nur im Basismodell aufpreispflichtige Kombination aus Luftfederung und ”Terrain-Response-System" vereint ausgewogenen Komfort, solide Straßenlage und überdurchschnittliche Geländetauglichkeit. Das Terrain Response System ist eine von Land Rover entwickelte Technologie. Diese stimmt Motor, Getriebe, Niveauregulierung, Bremse und Elektronik auf fünf verschiedene Einsatzbedingungen ein: Straße, Gras/Schnee, Felsen, Sand und Schlamm. Deutlich verbessert wurde auch die Richtungsstabilität. Überzeugend solide Leistungen bieten die neue Bremsanlage und Servolenkung. Trotz seiner beachtlichen Maße und Größe ist der neue Discovery erstaunlich wendig und mobil.
Die Ausstattung ist, wie bei Land Rover üblich, mehr als nur überzeugend. Sogar das Basismodell hat sechs Airbags, Klimaanlage, Fensterheber, DSC und Zentralverriegelung. Für etwas weniger als 5000€ Aufpreis gibt es auch noch Xenonlicht, Luftfederung und das äußerst empfehlenswerte Terrain Response System. Momentan stehen drei Motorenvariationen zur Wahl. Top-Performance, aber doch wenig Gnade für die Umwelt, bietet ein 4,0-Liter-V6-Benziner mit 299 PS. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 190 km/h, die Beschleunigung von 0 auf 100 schafft der Super-Discovery in 8,6 Sekunden. Das maximale Drehmoment von 436 Nm gibt es ab 4000 U/min. Die zweitbeste Leistung von 215 PS bringt der 4,0-Liter-V6-Benziner . Der 190 PS starke 2,7-Liter-V6-Diesel ist mit dem Preis von 38.500€ geradezu die billigste Alternative.
Der Freelander gehört zu den Klassikern des Hauses Land Rover. Entwickelt als Antwort auf die Toyota-Offensive mit dem Rav 4, entpuppte er sich als richtiger Verkaufsschlager. Seit der Einführung im Jahr 1997 hat der Freelander mehrmals seine Qualitäten nachgewiesen. Im November 2006 wurde die erste überarbeitete Version des Bestsellers vorgestellt. Die wichtigste Neuigkeit ist der quer eingebaute 2,2-Liter-TD4-Turbodiesel. Das als Gemeinschaftsprojekt von Ford und Peugeot entstandene Diesel-Aggregat leistet 160 PS und erbringt ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern. Tempo 100 schafft er in 11,7 Sekunden.
Der neue Freelander ist ein Land Rover par excellence. Sein Auftritt ist glänzend sowohl auf der Straße, als auch in Sanddünen. Das liegt vor allem am intelligenten Allradantrieb und dem Land Rover-Markenzeichen - dem Terrain Response System. Ein kleiner Schwachpunkt ist der Innenraum: Dieser wirkt lieb- und phantasielos. Vor allem das Lenkrad und die Mittelkonsole bieten nicht gerade eine attraktive Optik. Dafür hat aber der Fahrer beste Übersicht über seine Instrumente und das Geschehen auf der Straße. Der Kofferraum hat gegenüber dem Vorgänger kräftig zugelegt und fasst nun bei umgeklappter Rückbank 1.670 Liter.
Die Ausstattung des Top-Modells HSE ist erste Sahne: Eine komplette Lederausstattung, 18-Zoll-Räder, Terrain Response, Bi-Xenon-Scheinwerfer, die Bergabhilfe HDC, Keyless Start, sowie ein Sound System von Alpine mit zwölf Lautsprechern.