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Das Wort ”Mitsubishi“ heißt auf Japanisch ”die drei Diamanten“. Mitsubishi Motors Company ist die traditionsreichste japanische Automobilmarke. Das Unternehmen blickt auf eine fast 140-Jahre lange Geschichte zurück und gehört zu den bedeutendsten Konzernen der japanischen Industrie. Zum einen liegt sein Erfolg daran, dass zu den Mitsubishi Shareholdern die wirtschaftlich stärksten Unternehmen Asiens zählen, wie zum Beispiel Bank of Tokyo Mitsubishi, Mitsubishi Heavy Industries, Mitsubishi Electric Corporation, Nippon Oil und Tokyo Marine and Life Insurance Co. Zum anderen verbergen sich hinter dem Namen Mitsubishi mehr als 200 Unternehmen, Konzerne und Stiftungen, die weltweit tätig sind. Darunter finden sich die Namen von Mitsubishi Gas Chemical, Mitsubishi Corporation, Mitsubishi Electric Corporation, Nikon, Mitsubishi Trust and Banking, Mitsubishi Estate, Kirin Brwery und viele andere.
Gegründet wurde die erste Mitsubishi Firma – Mitsubishi Mail Steamship Company - 1870 von einem ehrgeizigen jungen Mann namens Yataro Iwasaki. Das Geschäft von Iwasaki wuchs schnell und expandierte in breite Bereiche von Produktion und Handel. Nach dem Tod des Gründers 1885 trat sein Bruder Yanosuke die Nachfolge an. Unter seiner autokratischen Führung setzte sich die Firma auf dem japanischen Markt durch. Die Firma kaufte Yoshioka-Kupfer von der Akita- und Tokashima- Kohlengrube in Nagasaki, was den Start der Eigenproduktion von Dampfschiffen in der Schiffswerft in Nagasaki ermöglichte.
1893 nahm der Sohn von Yataro, Hisaya, die Präsidentschaft an. Sein großes Ziel war die Expansion und unter seiner Führung erweiterte Mitsubishi seinen Einfluss in immer verschiedenere Geschäftsbereiche. Viele der privaten Investitionen von Hisaya sind Teil von heutigen Mitsubishi Firmen. Der Name ”Mitsubishi“ war nun auch mit der Produktion von Papier (in den heutigen Mitsubishi-Papiermühlen) und sogar Bier verbunden (in der Kirin-Brauerei, die inzwischen zur bekanntesten japanischen Biermarke geworden ist).
In den 20er und 30er Jahren etablierte sich Mitsubishi unter der Führung von Koyata Iwasaki als Marktführer in Bereichen wie Maschinenbau, elektrische Geräte und Chemikalien. Die Produktpalette des Konzerns erweiterte sich auf Automobile, Flugzeuge, Panzer und Busse.
Das erste Automobil verließ das Mitsubishi Werk in Kobe 1917. Der ”Modell A“ ist auch das erste Serienfahrzeug im Land der aufgehenden Sonne. Von diesem baute das Unternehmen lediglich 20 Stück. Auch das zweite Modell von Mitsubishi, der 1918 vorgestellte ”Mitsubishi T1,“ konnte wegen mangelnder Kaufkraft keine großen Erfolge erzielen. Erst in den 30ern konnte sich das Unternehmen auch durch seine Automobilsparte auf dem japanischen Markt durchsetzen. 1931 präsentierte die Firma den ersten in Japan gebauten Dieselmotor 450 AD mit Direkteinspritzung, was für die damalige Zeit eine technische Revolution darstellte.
1934 erschien erstmalig ein Allrad-PKW – der Mitsubishi PX33 – und 1936 wurde der erste PKW mit Dieselmotor vorgestellt – der TD45. Somit etablierte sich die Marke ”Mitsubishi“ als Symbol revolutionärer technischer Innovation und überzeugte ihre Kunden mit makelloser technischer Ausführung und elegantem Design.
Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg gab die Iwasaki Familie einige ihrer Kontrollen über dem Unternehmen durch ein Beteiligungsrecht an Anteilen in der Kerngesellschaft der Arbeiter auf. Somit wurde der Konzern zur Japans ersten Aktiengesellschaft mit Kleinaktionären.
Die Schlüsselfunktion des Konzerns wurde spätestens während des Zweiten Weltkriegs klar. Der Besitzer Koyota Iwasaki munterte seine Manager und Angestellten dazu auf, über der Xenophobie zu stehen, die Japan zu der Zeit plagte. Kurz nach dem Ausbruch der Feindseligkeiten erinnerte er in einer emotionalen Rede daran, dass viele ausländische Unternehmen zu den Partnern von Mitsubishi zählten und dass die Briten und Amerikaner wieder als gute und treue Freunde gewonnen werden sollten.
Nach dem Krieg wurde das Hauptquartier des Unternehmens aufgelöst und viele Bereiche des Mitsubishi-Konzerns spalteten sich in kleinere Unternehmen auf. Diese gnadenlose Aufteilung durch die Alliierten nutzte dem Automobilbau eher als sie ihm schadete. Vor allem die Herstellung von Bussen brachte das Unternehmen zu großen Profiten. 1956 zum Beispiel orderte Chile 300 Busse des Typs ”R32“.
In den 60ern kam es zum lang erwarteten Durchbruch auch im Pkw-Bau. 1959 erschien das erste im Windkanal entwickelte Fahrzeug in Japan – der Mitsubishi 500. Ihm folgte der erste kompakte COLT 600, der durch die Erfolge bei Grand-Prix-Siegen und der Southern-Cross-Rallye schnell zu einer Sensation auf dem asiatischen Markt wurde.
1970 wurde die ”Mitsubishi Motors Corporation“ gegründet, die den gesamten Automobilbau des Unternehmens zusammenfasste. Damit wurde die Grundlage für ein internationales Vertriebsnetz geschaffen.
Die zahlreichen Rallye-Siege in den 70ern ermöglichten den Durchbruch auch auf dem Weltmarkt. Die im Jahr 1977 vorgestellten Modelle ”Galant“, ”Celeste“ und ”Lancer“ wurden schnell Verkaufsrenner in den USA und Asien.
Anfang der 1980er kam es zu einem Joint-Venture mit Chrysler (Diamond Star), das bis heute die Entwicklung der Marke prägt.
1983 präsentierte Mitsubishi seinen ersten Van, den ”Space Wagon“ und 1984 bekam der Galant und 1988 der Colt das in Deutschland verliehene ”Goldene Lenkrad“.
Am Abend des 22. April 2004 kam es zu der Mitteilung, dass sich DaimlerChrysler an der von Mitsubishi geplanten Kapitalerhöhung nicht beteiligen werde und dass der amerikanische Konzern Mitsubishi nicht mehr finanziell unterstützen werde. Die Ereignisse hatten eine Sofort-Wirkung – die Aktie des japanischen Herstellers wurde vom Handel ausgesetzt und brach anschließend um 25% ab. Doch schon im Herbst 2004 kehrte das Unternehmen auf die Erfolgsspur zurück und Mitsubishi Motors Deutschland notierte für November 2004 das beste Ergebnis für die vergangenen vier Jahre.
Im Januar 2007 hatte Mitsubishi wieder Anlass zu einer großen Feier – der Mitsubishi Pajero Evolution und sein Pilot Stephane Peterhansel waren die Sieger in der Rallye Dakar. Und das ist kein gewöhnlicher Sieg für den japanischen Hersteller, denn dieser ist der siebte Triumph in Folge, den das Team von Mitsubishi erreichen hat.
Nach dem Ausstieg von Daimler Chrysler bleibt Mitsubishi in schwierigem Fahrwasser. Die jüngste Modelloffensive konzentriert sich auf den Kleinwagen Colt und auf eine Reduzierung des Angebots in der bisherigen Space-Reihe.
Um den Geländewagen Pajero gruppiert sich eine kleine Modellfamilie, in deren Mittelpunkt der große, als Zwei- und Viertürer lieferbare Pajero 3.8 V6 steht. Diesen gibt es ab September 2006 als Pajero Classic, Sport oder in der kleinen Version – Pajero Pinin.
In den letzten 20 Jahren blickt kein anderer Allradler auf eine derartig erfolgreiche Geschichte zurück. Sogar Marken mit eindrucksvollerer Tradition wie der Jeep Wrangler oder Land Rover können die Verkaufszahlen des Japaners nicht erreichen.
Der japanische Fahrzeugbauer legt anscheinend großen Wert auf Tradition: Der neue Mitsubishi Pajero hat vieles mit seinem Vorgänger aus dem Jahr 1982 zusammen. Der Pajero ist ein höchst zuverlässiges Fahrzeug und das auf jedem Terrain. Gerade bei höherem Tempo und in Sachen Federungskomfort überzeugt die neue Version, wie dies auch das ältere Modell in den 80ern und 90ern tat.
Gewonnen hat auch das Außen-Design – die neue Version wirkt kraftvoller und kantiger als die bisherige. Für einen robusten Auftritt des Allradlers sorgen die groß dimensionierten Scheinwerfer, die massigen Schürzen, der Kunststoffhörner und der Unterfahrtschutz. Der neue Pajero bietet auch viel Komfort und eine überzeugende Luxus-Ausstattung: elektrische Ledersitze und Bildschirmnavigation, Xenolicht und DVD-Entertainment, so wie eine getrennte Klimaregelung für die hinteren zwei Reihen. Das Cockpit lässt auch keine Wünsche offen – es ist übersichtlich und hochwertig.
Der Japaner ist mit einem 3,2-Commonrail-Diesel-Motor bestückt, der 118 kW/160 PS und 381 Nm Drehmoment leistet. Seit Ende des Jahres 2006 ist auch die Automatikversion von Pajero erhältlich, die 170 PS bietet und die größte Version ist mit Fünfgang-Automatik und 250-PS starkem Motor ausgestattet. Tempo 100 schafft der Riese - Pajero 3.8 V6 - in weniger als 11 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt dabei bei ordentlichen 200 km/h.
Die Vielseitigkeit des Pajero bleibt eindrucksvoll. Nicht nur auf befestigten Straßen macht der Japaner eine gute Figur, aber gerade im harten Geländeeinsatz überzeugt der Wagen. Genügend Bodenfreiheit, kurze Überhänge und eine Watttiefe von 70 cm garantiert zusammen mit der straffen Fahrwerksabstimmung vielfältigste Einsatzmöglichkeiten.
2005 erschien ein neuer Kleinwagen von Mitsubishi – der neue Colt. Einerseits basiert er auf den Vorgängergenerationen in Puncto Designverhältnisse und Technik und ist somit kein echtes Neumodell. Andererseits sucht er aber mit einem stärkeren Motor und ein aufgestylter Look Eindruck zu machen, so dass er mit den größten Konkurrenten - dem Polo und dem Peugot 206 - mithalten kann.
Mit 3,87- Meter Gesamtlänge kommt das neue Modell gerade auf das Level der Volkswagen- und Peugot-Modelle. Breite (1,70 m) und Höhe (1,55 m) suggerieren üppige Platzverhältnisse, die der Japaner in der Praxis zumindest in der ersten Reihe auch einlösen kann. Man sitzt gut und darf sich über ein üppiges, luftiges Raumgefühl freuen. In der zweiten Reihe sieht es allerdings anders aus. Beim Gepäckabteil fehlt dann ein wenig Raum. Angesichts der Außenlänge ist der Minimal-Volumen von 220 Liter eher bescheiden. Der absolute Highlight beim neuen Colt ist zweifelsohne der Innenraum. Dieser wirkt liebevoll und durchaus hochwertig. Vor allem die Materialien und die Verarbeitung, aber auch die Konzeption von Mittelkonsole und Armaturen fallen sofort auf.
Als Basis-Version des Colt gilt der 1,1-Liter große Dreizylinder-Benziner. Das Aggregat leistet 75 PS. Beachtliche Drehfreude, sehr vibrationsarmer Lauf und selbst bei Autobahntempo niedrige Fahrgeräusche machen dieses Aggregat zu mehr als einer bloßen Mini-Motorisierung. Die Top-Leistung bietet ein 1,5-Liter-Vierzylinder mit 109 PS.