Kfz Daten
Der Name ”smart“ setzt sich aus den Initialen von ”swatch,“ ”Mercedes“ und dem englischen Wort ”art“ für Kunst zusammen. Daneben bedeutet aber das Wort ”smart“ auf Englisch soviel wie ”klug,“ ”gerissen,“ ”adrett.“
Die Geschichte der jüngsten Marke auf dem europäischen Markt ist kurz, dafür aber recht dynamisch.
Die Idee von einem kleinen extravaganten Wagen wird 1972 geboren. Damals beginnt der Konstrukteur Johann Tomforde bei der damaligen Daimler-Benz AG damit, einen völlig neuen städtischen Kleinwagen zu entwerfen. Seine Arbeit bleibt bis ins Jahr 1989 nur bei der Planung. In diesem Jahr verkündet der swatch-Chef, Nicolas G. Hayek, dass das von ihm repräsentierte Unternehmen ein günstiges Auto entwickeln will, das klein, bunt und pfiffig sein soll.
Die Vision vom swatch-Auto wird 1993 konkreter, als eine Durchführbarkeitsstudiein in Auftrag gegeben wird. Nur ein Jahr braucht der Daimler-Konzern, um die Entwicklung des neuen Modells in Renningen in der Nähe von Stuttgart zu starten. Noch im Dezember des gleichen Jahres entscheidet man sich für den Standort Hambach im Europolê de Sarreguemines, Frankreich, um dort das Werk für die Produktion des smart zu bauen. Die Fertigung der Fahrzeuge übernimmt das neu gegründete Unternehmen Micro Compact Car AG.
Die Vollendung des neuen Wagens verzögert sich aber aufgrund von Fahrwerksproblemen, so dass die offizielle Markteinführung von März auf Oktober 1997 verschoben werden muss.
Im Juli 1998 ist es dann soweit: In Barcelona veranstaltet der Hersteller erste Fahrvorstellungen mit dem neuen smart.
Nur drei Monate später findet auch die offizielle Markteinführung des smart City Coupé in Europa statt.
Am 31.10.1998 übernimmt die Daimler-Benz AG die restlichen Aktienteile an der Micro Compact Car von der swatch-Group und somit wird der Mercedes-Hersteller zum alleinigen Besitzer der Marke.
Im gleichen Monat findet auch die Markteinführung der neuen Modelle pure und pulse statt. Der Hersteller investiert alles an technischem Know-How und Marketing-Strategie, um den Durchbruch der neuen smarts zu ermöglichen. Der smart pure hat einen 33 kW/ 45 PS Benzinmotor mit 599 cm³ Hubraum und ist in den Farben lite white, jack black, mad red und hello yellow erhältlich. Der pulse ist als kräftigeres Modell konzipiert. Er bietet 40 kW/55 PS aus einem 599cm³-Benzinmotor. Zu den zwei neuen Modellen wird auch ein Sondermodell angeboten – der limited - das in einer Auflage von nur 7.500 Exemplaren gebaut wird. Für den Preis von 19.980 DM bietet es eine üppige Ausstattung: Leichtmetallfelgen, Klimaanlage, Teillederausstattung, Cockpituhr und Drehzahlmesser, sowie Sonnenschutz für das Glasdach.
Allen Erwartungen zum Trotz, etabliert sich die Marke schnell auf dem europäischen Markt und schafft ein völlig neus Segment für sich – das des kleinsten Kleinwagens mit avantgardistischem Design, hochqualitativer Verarbeitung und modernster Technik.
Im März 2001 beginnt der Umzug der smart GmbH von Renningen (zum neuen) auf das neue Firmengelände in Böblingen, das Sitz der gesamten Verwaltung, Entwicklung und Verkauf wird.
Das Modelljahr 2004 beginnt für smart mit der Einführung von zwei neuen Modellen – smart fortwo Coupé und smart fortwo cabrio. Beide basieren auf den bekannten smart Coupé und smart Cabrio, allerdings mit angepassten Motorisierungseigenschaften und neueren Ausstattungspaketen. Das Komfortpaket bietet nun elektrische Servolenkung, softtouch, Drive Lock, Komfortscheibenwischer. Die Sicherheitsausstattung wird auch überarbeitet und beinhaltet nun Nebelscheinwerfer, Seitenairbags und elektrische Außenspiegel.
Im April 2004 präsentiert der Daimler-Konzern den neuen smart forfour. Dieser wird in zwei verschiedenen Varianten angeboten. Alle Versionen haben eine umfangreiche Sicherheitsausstattung an Bord: Vier Sicherheitsbremsen, ESP, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer an den Vordersitzen.
2004 ist die wirtschaftliche Lage für den Hersteller angespannt. Aus diesem Grund wird das Vertriebskonzept umgestellt und die Neuentwicklungen gestoppt. Ab 2005 wird der Verkauf und Sevice der smart-Modelle ausschließlich über die bestehenden Daimler-Niederlassungen umgesetzt. Momentan arbeiten die smart-Ingenieure an einem neuen Energiesparauto, in dem nun alle bekannten Energiespartechniken angewendet werden sollen.
Innerhalb des Daimler-Chrysler-Konzerns kämpft smart weiterhin mit herben Verlusten. Dem jüngsten Sparkurs fallen mittelfristig der Roadster und das Roadster Coupé zum Opfer, deren Produktion bereits Ende 2005 ausgelaufen ist. Auf Eis gelegt wurde auch der Plan, eine SUV-Variante des Forfour unter dem Namen Formore auf den Markt zu bringen. So bleibt der nur 2,50 Meter lange Fortwo die wichtigste Säule im Modellprogramm.
Gewöhnungsbedürftig, aber auf jeden Fall pfiffig und nie langweilig ist der neue smart fortwo. Der Daimler-Konzern sah sich Ende 2004 wegen schlechten Verkaufszahlen und negativen Fahrberichten in der Presse dazu gezwungen, das meist verkaufte smart-Modell zu überarbeiten. Viele Detailverbesserungen sorgen nun für einen äußerst positiven ersten Eindruck. Die attraktive Außenhaut birgt zwei großzügige Sitzplätze und ein akzeptables Gepäckabteil in sich. Die Designer haben es sich anscheinend zum Ziel gesetzt, durch innovative Lösungen, wie die leicht versetzt angeordneten Sitze, mehr Platz zu schaffen. So verfügt vor allem der Beifahrer über jede Menge Kniefreiheit. Aber auch der Fahrer kann bequem hinter dem Volant Platz nehmen. Das Cockpitdesign ist typisch smart – recht ungewöhnlich – und erinnert eher an eine Spielkonsole. Nach kurzer Eingewöhnungszeit wird jedoch die gute Anordnung der einzelnen Bedienelemente deutlich. Der 150-Liter-große Kofferraum ist nicht wirklich groß, aber der Fahrzeuggröße entsprechend und für den alltäglichen Einkauf gerade ausreichend. Der Innenraum zeigt sich als äußerst angenehm gestaltet. Die Materialien wirken hochwertig und sind sehr gut verarbeitet. Auch die Karosserieteile sind sauber zusammengesetzt.
Im Vergleich zum Vorgänger ist die Ausstattung nun wirklich komfortabel: zwei Airbags, ABS, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung und Colorglas sind serienmäßig. Auch bei der Mechanisierung und Motorisierung hat smart zugelegt. Die Bremse überzeugt vollkommen. Sie packt fest zu, ist gut dosierbar und bringt serienmäßiges ABS mit. Der kleine Dreizylinder-Suprex-Turbomotor macht einen munteren Eindruck und könnte für guten Vorschub sorgen. Ein wenig Kraft wird ihm allerdings vom halbautomatischen Getriebe geraubt. Der Suprex leistet nun 40 kW und 55 PS. Der Spritverbrauch beläuft sich auf 6,7 Liter pro 100 km. Die vom Hersteller angegebenen Zahlen von 4,9 Liter je 100 km sind in der Praxis eher unrealistisch
Der neue smart forfour wurde als das neue Aushängeschild der Marke konzipiert. Die Chancen für einen Erfolg des bisher größten smart stehen gut. Das Outfit ist ungewöhnlich, schick und nur ein wenig abgedreht. Besonders das frische Vier-Augen-Gesicht mit dem leicht geöffneten Kühlermaul sorgt für viel Sympathie auf den ersten Blick. Zunächst ist der smart forfour in vier Motorvarianten (drei Benziner und einen Diesel) zu haben. Das Topmodell wird von einem 1,5 Liter großen Vierzylinderaggregat angetrieben. 80 kW/ 109 PS sind gerade ausreichend für eine Spitzengeschwindigkeit von 190 km/h. Tempo 100 erreicht der Viersitzer in 9,8 Sekunden. Die Euro-4-Abgasnorm ist bei smart ebenso wie eine komplette Sicherheitsausstattung obligatorisch.