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Eine koreanische Legende erzählt von zwei unzertrennlichen Drachen, die nach ihrem Tod gemeinsam in den Himmel fliegen wollten. Doch der Herrscher des Himmels erlaubte nur einem der beiden den Einlass. Aus gegenseitiger Rücksichtnahme wollte nun keiner von beiden alleine in den Himmel eintreten. Beeindruckt von diesem starken Gefühl der Verbundenheit und Standhaftigkeit, entschied sich der Herrscher, beiden Zugang zu gewähren. So gelangten beide Drachen ans Ziel.
Auf dieser Legende beruht der Name des asiatischen Herstellers SsangYong, der auf Koreanisch ”zwei Drachen" bedeutet. Der viertgrößte Fahrzeugbauer Südkoreas beruft sich gerne auf diese Erzählung, um die Zuverlässigkeit, Standhaftigkeit und den äußerst starken Charakter der Marke zu unterstreichen.
1954 gilt als Gründungsjahr des Unternehmens. Damals wird die Firma Hadonghwan Motor Company ins Leben gerufen, die sich anfänglich der Produktion von Nutz- und Militärfahrzeugen widmet.
1974 beginnt die Produktion von Geländewagen.
Fakt ist, dass kaum ein anderes Unternehmen seinen Namen so oft geändert hat, wie SsangYong. So wird aus Hadonghwan Motor Company im Jahr 1977 Dong-A Motors und zehn Jahre später nach der Übernahme seines größten Konkurrenten Geohwa benennt sich die Firma in Korando um. Unter diesem Namen werden auch heute einige Modell-Reihen von SsangYong vertrieben.
Im Jahr 1986 wird Korando von der SsangYong Business Group übernommen und das Unternehmen bekommt somit seinen endgültigen Namen - SsangYong Motor Corporation. Fünf Jahre später kommt es zu einer Allianz mit Daimler-Benz. Es werden seitdem Benzin- und Dieselmotoren, Getriebe und andere Komponenten unter Lizenvertrag in Südkorea gefertigt. Die Allianz verhilft dem koreanischen Unternehmen seine Produktpalette auszubauen: so werden nun neben SUVs mit den Modellen Rexton, Korando und Musso auch MPV mit dem Modell Istana hergestellt.
1998 erscheint auch die auf dem Mercedes W124 basierende Luxuslimousine SsangYong Chairman, die den internationalen Durchbruch des Unternehmens auch im Segment der Pkw ermöglicht.
Ende der 90er muss der Konzern wegen der asiatischen Finanzkrise ums Überleben kämpfen. Aus diesem Grund kommt es zum Zusammenschluss der zwei großen Fahrzeughersteller Südkoreas: SsangYong und DAEWOO Motors. Doch bereits drei Jahre später, als der DAEWOO-Konzern von General Motors aufgekauft wird, kann der Allrad-Spezialist seine Selbstständigkeit zurückgewinnen.
2004 wird das Unternehmen von dem chinesischen Automobilkonzern Shanghai Automotive Industry Corp. (SAIC) übernommen, unter dessen Führung die Marke SsangYong auch heute produziert.
Vier Modelllinien gehören zum Allrad-Produktkatalog des koreanischen Herstellers: Neben dem Verkaufsschlager Musso gibt es auch den Rodius, den Rexton und den Klassiker Korando.
Im hartumkämpften SUV-Segment müssen sich die Hersteller ständig was einfallen lassen, damit sie die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich ziehen können. SsangYong hat das erkannt und balanciert äußerst erfolgreich in diesem Segment mit hoher Qualität der Ausführung, innovativer Technik und niedrigen Preisen.
Aus Korea gibt es immer was Aufregendes. In der zweiten Hälfte des Jahres 2006 kam nun auch eine neue Variante des mittlerweile gut bekannten Rexton auf den deutschen Markt. Das neue Topmodell hört auf den Namen Rexton 270 XVT.
In diesem arbeitet einen 137kW/ 186 PS starken Turbodiesel. Die Spitzengeschwindigkeit von 181 km/h erreicht er mit Hilfe des Fünfzylinder Aggregates, das mit Common Rail Technik bestückt ist. In überzeugenden 11,6 Sekunden fährt man bereits mit Tempo 100.
Der Rexton lockt vor allem mit schierer Größe und reichlichem Platzangebot. Wenn man die maximale Anzahl der Insassen erreicht, stehen immerhin noch 1000 Liter Kofferraum zur Verfügung. Der Innenraum wartet mit dem ganzen Schnickschnack auf, der das Fahren angenehm macht: Ledersitze mit Sitzheizung, elektrische Helfer für nahezu alles, was es an Bord gibt, Klimaautomatik und mehr. Der Höhepunkt sind die Sitze. Die sind elektrisch justierbar, makellos verarbeitet und mit ihrer anatomischen Form bieten sie vor allem auf Langstrecken ein hoch komfortables Gefühl. Das Platzangebot ist königlich in der ersten und zweiten Reihe, dafür können aber Parkprobleme wegen der teilweise außerordentlichen Dimensionen des Wagens entstehen. Für mehr Fahrkomfort an Bord des Rexton XVT sorgt nun eine neu entwickelte Hinterachse mit achtfach gelagerter Einzelradaufhängung.
Das ESP mit erweiterten Funktionen gibt es nun serienmäßig. Es beinhaltet neben der elektronischen Stabilisierungskontrolle weitere den Fahrer unterstützende Fahrhilfen wie zum Beispiel der aktive Überschlagschutz ARP, die Bergabfahrtskontrolle HDC und BAS (Bremsassistenzsystem). Das Sicherheitspaket wird auch von Airbags für Fahrer und Beifahrer, sowie von Seitenairbags und den definierten Deformationszonen an Front und Heck der Karosserie vervollständigt.