Kfz Daten
Der Name Volvo stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ”Ich rolle“.
Bekanntlich beginnt die Geschichte der Marke in einem Restaurant in Stockholm, wo sich am 25. Juli 1924 Gustaf Larsson und Assar Gabrielsson zufällig treffen. Im Gespräch stellt sich heraus, dass beide seit Jahren von dem Bau einer schwedischen Automobilfabrik träumen. Nur drei Jahre später geht ihr Traum in Erfüllung.
Am 14. April 1927 rollt der erste Volvo vom Band der neuen Produktionshallen. Der ”Jakob“ basiert auf amerikanischem Design und bietet ein hochmodernes Fahrgestell mit Starrachsen und langen Blattfedern vorn und hinten. Dieses erste Modell wird von einem 28-PS starken Vierzylinder-Motor angetrieben.
Der Anfang ist aber schwierig und im ersten Jahr werden gerade einmal 297 Autos verkauft. Erst der 1944 vorgestellte ”Buckelvolvo“ (PV444) schafft den internationalen Durchbruch für den Hersteller. Das Modell bietet für die damalige Zeit eine respektable Fahrleistung und technische Ausstattung – Heckantrieb, 4-Zylindermotor mit 40 PS und 3-Gang-Getriebe. Vom Buckelvolvo verkaufen die Schweden bis 1964 insgesamt 469.409 Einheiten.
Anfang der 50er konzentriert sich der Hersteller auf den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten. Im Jahr 1950 wird der Volvo Duett entwickelt. Es handelt sich um einen Lieferwagen, der auf dem Design des PV 444 basiert. Der Duett verkauft sich gut und somit kann das Unternehmen seine Positionen vor allem auf dem nordeuropäischen Markt stärken.
Zu einer Legende wird der 1954 vorgestellte Volvo Amazon (Produktname 120). Das Modell ist das Ergebnis einer Vorstudie, bei der der Hersteller verschiedene Varianten ausgewertet hat. Der 120 kommt als Viertürer auf den Markt und fällt auf den ersten Blick mit seinem geteilten Grill, der gewölbten Ponton-Karosse und den großen Rädern auf.
Eine Sensation auf dem Automobil-Markt ist der überarbeitete P144, der Anfang der 60er Jahre erscheint. Mit dem serienmäßig eingebauten Dreipunktsicherheitsgurt, der revolutionären Safety-Karosserie und der Bremsanlage setzt der Hersteller neue Maßstäbe im Bereich des Insassen-Unfall-Schutzes.
Auf dem Genfer Automobilsalon 1960 wird der Sportwagen 1800 präsentiert, der als eine der Hauptattraktionen der Fernsehserie ”The Saint“ mit Roger Moore weltberühmt wird. Der Volvo 1800 ist nun das Markenzeichen des Herstellers. Vor allem wegen des Fahrkomforts und der makellosen Technologie erfreut sich das Modell großer Kundenresonanz.
1964 eröffnet Volvo sein neues Werk in Göteborg-Troslanda, in dem bis zu 200.000 Fahrzeugen pro Jahr hergestellt werden können. Die Fertigung des Volvo-Renners – des Amazon – läuft sofort im neuen Werk an. Der Wagen präsentiert sich nun in einem neuen Look. Neben den Scheibenbremesen und dem Bremskraftverstärker bieten die neuen Modelle des Sportwagens einen neuen Kühlergrill, neue Felgen und verchromte Nebenabdeckungen aus Edelstahl. Volvo präsentiert auch einen neuartigen Vordersitz, den die Volvo-Ingenieure zusammen mit Medizinern entwickelt haben. Somit sorgt er für die bequeme Sitzposition, aber auch für den Insassen-Unfallschutz.
1966 ist das Jahr des Volvo 144. Bei ihm legen die Ingenieure einen besonderen Wert auf die Sicherheit und bestücken ihn rundherum mit Scheibenbremsen, einer geteilten Sicherheitslenksäule und neuen Gurtschlössern für die Safety-Belts. Die Spitzenversion wird von einem 4-Liter-Benziner mit 115 PS angetrieben. Der Volvo 144 wird von Presse und Publikum begeistert aufgenommen und noch im Jahr seines Debüts erhält er den Titel ”Auto des Jahres.“ Vor allem auf dem Exportmarkt ist er äußerst erfolgreich. In den USA erfüllt der 144 bereits die neuen Sicherheitsauflagen noch bevor diese gesetzlich zur Pflicht werden.
Mit der 220er-Serie, die 1974 die Baureihe 140/160 ablöst, bestätigt Volvo seine führende Rolle in der Produktion von umweltfreundlichen Fahrzeugen. Der erste Wagen dieser Serie, der 240, ist weltweit das erste Fahrzeug mit Lamda-Sonde und Katalysator. Die Robustheit seines Designs und die exzellenten Fahreigenschaften machen das Modell sofort zu einem absoluten Publikumsliebling und verschaffen ihm zahlreiche Auszeichnungen wie etwa ”Auto des Jahres,“ ”Familienfahrzeug des Jahres,“ ”Sicherstes Auto des Jahres“ usw.
Das erste Automobil von der Volvo Car Corporation mit Turbomotor erscheint 1980. Es ist der 240 Turbo, der 155 PS aus seinem B21 ET-Triebwerk leistet. Die Turbo-Motorik setzt sich schnell in der Produktionstechnologie des schwedischen Herstellers durch und nur zwei Jahre später stellt Volvo ein völlig neues Modell vor, der wahlweise mit einem Sechszylinder-Benziner oder mit einem Turbodiesel TD24 ausgerüstet werden kann. Der Volvo 760 wird zum neuen Flaggschiff im Segment der Luxusautomobile. 1988 füllt der Hersteller auch die Lücke im Mittelklassesegment mit dem Volvo 440 auf, der in Holland entwickelt wurde.
Anfang der 90er ist wiederum Zeit für eine neue Modellreihe, die mit den Volvo 940/960 eingeführt wird. Diese bietet einen neu konstruierten Antriebsgang mit 3-Liter-Reihen-Sechszylinder und automatisch gesteuertem Automatikgetriebe. Die zwei ersten Modelle der 9er-Reihe werden mit dem jüngsten Volvo-Motor, dem B6304F, ausgerüstet. Er hat oben liegende Nockenwellen, 24 Ventile und leistet 150 kW (204 PS). Mit diesen zwei Automobilen verlagert der Hersteller seine Position im Prestigesegment weiter nach vorn.
Das neue Jahrhundert fängt für den Konzern dynamisch an: gleich im Jahr 2000 setzt das Unternehmen 422.100 Fahrzeuge ab und bricht somit den bisher geltenden Produktionsrekord. Ganze vier neue Modelle werden im selben Jahr vorgestellt: der Volvo V70, der Volvo Cross Country, Phase II der Mittelklassemodelle Volvo S40/V40 und die neue Limousine S60. Auch 2000 kommt es zu Veränderungen an der Führungsspitze im Unternehmen und Hans-Olov Olsson übernimmt die Aufgabe des Vorstandsvorsitzenden der Volvo Car Corporation.
2002 entwickeln die Konstrukteure des Herstellers den ersten SUV, den XC90, der gleich bei seiner Premiere für Begeisterung sorgt. Der Sport Utility ist mit bis zu drei Sitzreihen verfügbar, wobei die dritte Reihe für Kinder vorgesehen ist. Sämtliche Sitze lassen sich individuell umklappen, so dass ein Optimum an Flexibilität im Innenraum gewährleistet ist.
Momentan arbeiten die Volvo-Ingenieure an drei Konzeptfahrzeugen. Das erste soll nun ein völlig neuartiges Fahrwerk, Four-C genannt, besitzen. Dieses überwacht, wie das Fahrzeug gefahren wird und regelt die Dämpfung automatisch. 500 Mal pro Sekunde soll Four-C die Position und den Status jedes Rades registrieren. Im zweiten Projekt liegt der Schwerpunkt auf Design und Sicherheit. Das dritte Konzeptfahrzeug soll extreme Fahrleistung mit einem Höchstmaß an Komfort, Flexibilität, Sicherheit und der Möglichkeit verbinden, auch auf schwierigem Gelände und unter schwierigen Situationen voranzukommen.
Bis die Highlights der neuen technischen Generation offiziell vorgestellt werden, stehen die mittlerweile zur Klassik gewordenen Luxusfahrzeuge von Volvo zur Verfügung.
Als Kombi des 21. Jahrhunderts stellte Volvo den V70 2000 vor. Es entstammt aus einer fulminanten Premieren-Reihe, zu der auch solche Bestseller wie der S60 oder der Volvo Cross Country gehören. 2004 bekam das Modell auch einen frischeren Look. Seine Frontpartie präsentiert sich nun mit einem schwarzen, wabenförmigen Kühlergrill, bei dem die Längsstreben in Chromoptik hervorstechen. Der neue Grill verleiht dem Kombi ein sportliches Äußeres, das auch von der Seitenansicht unterstützt wird. Auf der Heckklappe wurde der Markenname Volvo deutlicher hervorgehoben und auch die LED-Heckleuchten wurden verstärkt. Im Innenraum sorgen erstklassige Sitze und ergonomisch gestaltete Instrumente für eine luxuriöse Atmosphäre. Unter der Haube steht erstmals einen Sechszylinder zur Verfügung. Dieser wird sowohl als Saugmotor mit 238 PS, als auch in der neu entwickelten Turbo-Variante mit 3,0 Liter Hubraum und 285 PS angeboten. Das maximale Drehmoment liegt bei 400 Nm und Tempo 100 erreicht der Schwede in 7,2 Sekunden. Wie es bei Volvo üblich ist, ist auch beim V70 die Sicherheitsausstattung üppig: Kopf- und Schulterairbags, ein sog. Schleudertrauma-Schutzsystem sowie ein Seitenaufprall-Schutzsystem.
Komplett neu gestaltet wurde auch der C70. Vor allem der verstärkte Fünfzylinder-Reihenmotor sorgt für eine respektable Fahrleistung und Fahrspaß. Mit 220 PS und 320 Nm maximalem Drehmoment überzeugt der Schwede durchaus. Das Cabrio-Coupe ermöglicht das Variieren des Kofferraumvolumens. Wenn das Dach zu ist, stehen 404 Liter zur Verfügung. Reisekomfort ist der am stärksten ausgeprägten Charakterzug des C70. Im Innenraum bietet der Schwede, selbst bei voller Besetzung, so viel Platz wie kaum ein anderes Cabrio-Coupé. Ein Markenzeichen der Firma ist der quer eingebaute Motor, der auch hier in dieser Position eingesetzt wurde. Das ist eben aus Sicherheitsgründen notwendig. So kann sich der Motorblock ein ganzes Stück nach hinten bewegen bis die Fahrgastzelle Schaden nimmt. Sicherheit wird bei C70 groß geschrieben: volle Sicherheitsausstattung ist nur der Anfang beim Cabrio. Whiplash Protection System, Sideairbags und das Idis-System, dass gefährliche Situationen erkennt und alle unnötigen Meldungen abschaltet, so dass der Fahrer nicht abgelenkt wird, sorgen für ein angenehmes Gefühl an Bord. Dazu kommt auch das Roll Over Protection System, das bei einem drohenden Überschlag durch Pyrotechnik blitzschnell das Ausfahren beschleunigt und somit den Passagieren auf der Rückbank zusätzlichen Überlebensraum schafft.