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München, den 9. Januar (k-a). Die 30. Auflage der Rallye Dakar wird für immer in der Automobilgeschichte bleiben – nicht als ein spektakulärer Wettkampf zum runden Jubiläum, sondern als die erste abgesagte Veranstaltung von der Dakar-Reihe.
Eine Reisewarnung der französischen Regierung für Mauretanien hatte den Ausschlag dafür gegeben, die Rallye 2008 noch vor ihrem Start abzusagen. Rennleiter Etienne Lavigne sagte, dass die Sicherheit des Trosses absoluten Vorrang hat. Der Racing Manager von Motorradhersteller KTM Johann Trunkenpolz akzeptierte die Entscheidung der Organisatoren, „weil wenn etwas passiert, steigt jede Versicherung aus.“ Der Schaden, der durch die Absage verursacht wird, beläuft sich für sein Team auf 500.000 bis eine Million Euro.
Die Pkw-Produzenten sollen sich auf größere Verluste gefasst machen. „Bei den Motorrädern gibt es außer bei der individuell angepassten Federung kaum Unterschiede zwischen Werksmaschinen und jenen, die Privatfahrer im Handel kaufen,“ erklärte Trunkenpolz. Das sei aber bei Pkw anders – die werden speziell für die Rallye entwickelt und werden nicht verkauft.
Die renommierten Teilnehmer der Rallye prüfen nun rechtliche Schritte, um den Schaden zu minimieren. Von der Absage betroffen sind unter anderem auch die portugiesische Stadt Portimao, die eine Schadenersatzklage gegen den Veranstalter ASO ankündigte, sowie der Fernsehsender „Eurosport“, der nun 1,5 Millionen Euro von Sponsorgeldern nicht abkassieren kann.
(k-a)