Unrealistisches Umweltdenken    Mai 23, 2008

 

Münche, den 23. Mai (k-a) Thomas Weber, der Entwicklungsvorstand von Daimler sagte im Interview mit dem Internet-Portal ‘Autogazette’, dass der Plan zur Einführung des CO2-Grenzwertes von 120 Gramm pro Kilometer bis 2012 nicht realistisch sei. „Wir sind entschlossen, diese Vorgaben zu erreichen. Allerdings kann dieses Ziel vor 2015 nicht erreicht werden, da rund 60 Prozent der Autos aller Hersteller, die 2012 auf den Markt kommen werden, heute bereits entwickelt sind“, sagte Herr Weber.

Der Hintergrund dieser Aussage ist die Biosprit-Verordnung E10, der zufolge der Ethanol-Anteil im Super-Benzin bis spätestens 2010 um 10 Prozent erhöht werden muss. Die Verordnung wurde sehr stark von Experten und Fahrern kritisiert, denn solche Regelung würde ältere Modelle mit zu hohen Steuern überlasten. Dazu äußerte sich Weber: „… die Forderungen, schnellstmöglich zu einer Beimischqoute von zehn Prozent zu kommen, gehören korrigiert. Wir brauchen dringend einen gleitenden Übergang von Biokraftstoffen der ersten Generation, die im Wettbewerb zur Nahrungsmittelkette stehen, hin zur zweiten zweiten Generation“.(k-a)


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