Der neue Trend aus Detroit - Grün in allen Varianten    Januar 19, 2009

München, den 19. Januar (k-a) Alles im Zeichen der Umweltlinie – so präsentieren sich alle großen Hersteller auf der Automesse in Detroit. Man redet gerne von einem Generationenwechsel und Technikrevolution, denn sogar die Klassiker aller Klassiker auf dem US-Markt – die protzigen Offroader im Military-Grün – sind längst nicht mehr das, was sie vor etwa zwei oder drei Jahren waren. Sie fahren heute mit Ethanol oder sogar mit einem Elektroantrieb, was sie von wilden, lauten und staubigen Fahrzeugen in brave Tiger, die lautlos durch die Wüste sich den Weg machen, verwandelt.
Der unstabile Spritpreis kann sich als eine Bremse für die erfolgreiche und weltweite Einführung des Elektrotriebwerks entpuppen. Der Vizepräsident von General Motors weist auf die Probleme hin: „Beim derzeitigen Spritpreis sind die Amerikaner nicht bereit, in sparsame Technologien zu investieren.“ Und so kommt es zu der allgemeinen Skepsis in der Automobilbranche, dass es jemand bald schaffen würde, ein Serienmodell mit Null-Emissionen auf den Markt zu bringen. Wolfgang Hatz von Audi macht es klar: „Wir dürfen keine falschen Erwartungen wecken, auch 2020 werden wir noch lange nicht alle elektrisch fahren.
Wie sieht es aber bei den Asiaten aus, die auf eine jahrzehntelange Tradition bei den alternativen Antrieben zurückblicken. Der führende Autospezialist Toyota präsentierte zwei Entwicklungen, die sich als zukunftsweisend entpuppen werden – den neuen Prius mit einem überabeiteten Hybrid-Triebwerk sowie ein Mittelklassen-Lexus, der die 187PS mit knapp 7 Liter Super füttert. In Asien glaubt man also fest an die Hybrid-Technologie. Ob sich das als die richtige Entscheidung ergeben wird, lässt sich noch abwarten. Eins ist aber sicher: Die Automobilbranche scheint verwirrt zu sein. (k-a)


Kommentieren